Nenia

Nenia
 

NÄNIE (Friedrich Schiller)

Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
Nicht die eherne Brust rührt es dem stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
Wann er am skäischen Tor fallend sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,
Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klagelied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich;
Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.

Abbado-BPO/ Steinberg-Rundfunkchor Berlin
Brahms: Nänie, para coro, orquesta & arpa ad lib, Op. 82

¡También lo bello ha de morir! Lo que subyuga a hombres y dioses
no conmueve el pecho acerado del Zeus estigio.
Una sola vez tocó el amor al señor del sombrío mundo
e inmóvil sobre el umbral bruscamente retiró su obsequio.
No restaña Afrodita la hermosa herida del muchacho,
su garboso cuerpo desgarrado por un salvaje jabalí.
No salva al divino héroe la inmortal madre,
cuando, muriente ante la teucra puerta, su destino cumple.
Pero ella surge del mar con todas las hijas de Nereo,
y da curso a su lamento por el hijo ensalzado.
Mira, los dioses lloran, todas las diosas lloran
el que la belleza deba desvanecerse, el que la perfección haya de morir.
Pero incluso una elegía en boca del ser amado, es gloriosa,
porque lo ordinario se sume sin cantos en el Orco.

, ,

Comments are closed.